Auszeit mit Stil
und Qualität

Residieren wie ein edler Kaufmann

Das Projekt entdecken

01

Das Projekt

Der Großzügigkeit an historischem Platze verpflichtet

Zum Bündnis der Heimatverteidigung gegen die einfallenden Schweden lud der preußische König Friedrich Wilhelm I. den russischen Zaren Peter I. nach Havelberg ein. Bei dem sechstägigen Treffen vom 23. bis 28. November 1716 dürften sie das im Jahr davor frisch fertiggestellte große Kaufmannshaus mit eigenen Augen gesehen haben.

Die lebensgroßen Figuren von Zar Peter I. links und König Friedrich Wilhelm I. rechts auf dem Havelberger Domplatz
Fotografie · Zar Peter I. und König Friedrich Wilhelm I. auf dem Havelberger Domplatz

02

Die Kaufmannshäuser

311 Jahre Zeitreise

  1. Wohlhabender Kaufmann

    Leider ist über die Umstände und den Namen des Kaufmanns, der 1715 das dreistöckige Handels- und Wohnhaus errichtete, nichts mehr überliefert. In späteren Zeitungsartikeln und Büchern heißt es stets „1715 von einem wohlhabenden Kaufmann erbaut“.

    Im Buch über die „Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg“ von 1909 ist dem Traufenhaus eine halbe Seite gewidmet. Eine Abbildung zeigt den „hübschen Klopfer aus Messing an der Tür“.

    Historische Zeichnung des verzierten Messingklopfers an der Tür des Kaufmannshauses
    Messingklopfer · Abbildung aus „Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg“, 1909

    Die Volksstimme schreibt im Jahr 2026 „wohl wertvolles Fachwerkhaus auf der Stadtinsel“.

  2. Firma Fritz Kühn

    „Firma Fritz Kühn“ ist das älteste Einzelhandelsgeschäft der Stadt. Gegründet wurde es am 14. März 1856 von Karl-Christian Friedrich (Fritz) Kühn und seiner Ehefrau Friederike in der Steinstraße 5. Kurzwaren und Wolle, später Werkzeuge, Draht, Nägel, landwirtschaftliche Artikel sowie Produkte aus Metall wurden verkauft.

    Gute Zeiten und schlechte Zeiten mit drei großen Kriegen und Sozialismus wechselten sich ab. Das Geschäft wurde von einer Generation in die nächste weitergegeben. Heute leitet es Christiane Rateitschak, geborene Kühn, in der fünften Generation.

    Mit Haushaltswaren, Souvenirs und einigen bis heute bewahrten DDR-Qualitätsprodukten ist es weit über Havelberg hinaus als ein „Laden mit tausend nützlichen Dingen“ bekannt. Die fachkundige Beratung war und ist ein Grund zum Wiederkommen.

  3. Es brennt!

    Im Jahr 1877 brannte das Kaufmannshaus der ersten Kühns bis auf die Grundmauern ab. Leider sind vom ersten Haus weder ein Foto noch eine Zeichnung vorhanden. Dank der damaligen Feuerversicherungen in Preußen und des Elans der Kühns konnte bereits 1878 die Kundschaft im frisch wiederaufgebauten Kaufmannshaus bedient werden.

    Bei dem Bauwerk handelt es sich um eine bürgerliche, kleinstädtische Variante eines Gründerzeithauses über drei Geschosse: Laden, Beletage für die Kaufmannsfamilie sowie Oberhaus mit Stube und Lager zur rückwärtigen Seite.

    Historische Straßenansicht des Kaufmannshauses aus einer Umbauzeichnung von 1927
    Zeichnung vom Umbau 1927

    Die zweite Generation unter Reinhard Kühn erwarb zwischen 1894 und 1902 das Nachbarhaus Steinstraße 4 und fügte es dem Kaufmannsgeschäft als Wohn-, Speicher- und Handelsfläche hinzu. Zwischenzeitlich waren dort ein Uhrmacher, ein Viktualienhändler und ein Feinkosthandel einquartiert.

  4. Umbau

    Spielzeug aus Metall gab es bei den Kühns schon länger. Platz für eine eigene Abteilung mit Spielzeug aller Art gab es ab 1963 im Erdgeschoss des Traufenhauses. In der Zeit vor Amazon wurde im Advent sogar in der ersten Etage ein großer zusätzlicher Verkaufsraum eingerichtet.

    Historisches Foto des Fachwerkhauses mit einer übergroßen Taschenuhr über dem linken Ladeneingang
    Foto um 1900 mit einer übergroßen Taschenuhr über dem linken Eingang

    Viele Havelberger kaufen noch heute Spielzeug und Geschenke für Kinder bei „Fritz Kühn“. Eine Tradition, die gelebt wird.

  5. Nach 169 Jahren in Familienhand

    Am Eröffnungstag des berühmten Pferdemarktes übertrug Familie Kühn das Gebäudeensemble an unsere Familie. Kühns erhielten dabei die Garantie: Das traditionsreiche Geschäft hat Bestandsschutz. Als sich das in Havelberg herumsprach, atmeten viele erleichtert auf.

    Oberhalb der Läden werden „feine Apartments“ entstehen. Die Räumlichkeiten standen seit Jahren, teils seit Jahrzehnten leer. Die Kinder der Kaufmannsfamilie sind dem Haus entwachsen und gründeten ihre eigenen Hausstände außerhalb der Stadtinsel. Die Zeit ist reif, dass neuer Glanz die oberen Stockwerke – mit teils wunderbarem Blick auf Dom und Hafen – belebt.

  6. Willkommen

    2027 begrüßen die Kaufmannshäuser ihre ersten Gäste. Vielleicht gehören Sie dazu?

Nördliches HausWeiterentwicklung 2029

Steinstraße 4

1715 · Wertvollstes Fachwerk­traufen­haus der Stadt

Fachwerk, ein mächtiges Dach und ein großer Speicher erzählen von einer anderen Zeit des Handels. Im Erdgeschoss gehört heute die Spielzeugabteilung der Firma Fritz Kühn zum Haus. Was darüber liegt, wird später seine eigene Geschichte erzählen.

Fassadenzeichnung des Fachwerktraufenhauses in der Steinstraße 4
  1. DachGroßer Speicher
  2. 2. OGAltes Oberhaus
  3. 1. OGAlte Beletage
  4. EGSpielzeugladen
Geschossaufteilung · Steinstraße 4

03

Feine Apartments

Viel Platz zur Erholung

In der Steinstraße 5 entstehen zwei individuelle und einmalige Apartments in großzügigen historischen Räumen: die Neue Beletage und das Neue Oberhaus.

Erhaltene Substanz, behutsam erneuerte Details und heutiger Komfort schaffen eine erholsame Atmosphäre. Es ist ein besonderer Platz zwischen Dom und Hafen mit Blick auf beide. All das auf der beliebten Stadtinsel und direkt über einem Geschäft mit 170 Jahren Geschichte.

Neue Beletage & Neues Oberhausab 2027
Visualisierung des Neuen Oberhauses mit großzügigem Wohn- und Essbereich und Blick auf den Hafen
Interieur · Visualisierung im Neuen Oberhaus mit Blick zum Hafen

04

Tagebuch der Kaufmannshäuser

Häuser erzählen nicht alles auf einmal.

Nach und nach öffnen wir Türen, folgen alten Spuren und erzählen, wie die Kaufmannshäuser zu dem wurden, was sie heute sind – und was aus ihnen werden soll.

03

Was aus den Kaufmannshäusern werden soll

Alle Beiträge in der Chronologie
Luftbild von Havelberg mit dem markierten Ensemble der Kaufmannshäuser an der Uferstraße, der Stadtinsel und dem Dom
Markiert: das Ensemble der Kaufmannshäuser von der Uferseite. Im Vordergrund liegt das spätere Wohnhaus der Familie. Es wird in den kommenden Jahren noch eine Rolle spielen. Oberhalb der Stadt thront der Dom. Die Stadtinsel mit ihren 19 charmanten Straßen und Plätzen – viele Straßen sind Einbahnstraßen – wird von der Havel, dem Stadtgraben und dem Hafen umarmt.

05

Havelberg

Inselstadt zwischen Dom, Havel und weitem Land.

Von Havelberg aus begann die christliche Besiedlung des ostelbischen Raumes. König Otto I., der spätere Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, gründete 948 das Bistum Havelberg.

Der Bau des markanten Havelberger Doms begann 1150. Die feierliche Weihe fand 1170 statt. Vom Dom aus können Sie unsere Kaufmannshäuser und die gesamte Stadtinsel sehen und bei gutem Wetter weit über das Land bis nach Arneburg schauen.

Die staatstragende Bedeutung, die Havelberg als Bischofssitz, Ort von Herrschertreffen oder Kreisstadt in der DDR besaß, hat die Stadt heute nicht mehr inne. Havelberg ist zu einem Rückzugsort zum Erholen und Regenerieren geworden.

In und um Havelberg werden Sie eine Natur mit ihren Geschöpfen finden, die andernorts schon verloren gegangen ist. Sie finden Ruhe, Gelassenheit, Wassersport, überraschend viel Kultur, zauberhafte Restaurants und Wellnessbehandlungen. Als Gast unserer Kaufmannshäuser erwarten Sie natürlich besondere Angebote.

Bleiben Sie neugierig

Die Zeit ist reif für ein neues Kapitel.

Sie möchten wissen, wann die ersten Apartments ihre Türen öffnen? Oder Sie verbinden eine Erinnerung mit diesen Häusern? Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

Kontakt aufnehmen

Geschichte lebt vom Weitererzählen.

Kennst du jemanden, der historische Häuser und besondere Orte mag? Teile die Kaufmannshäuser mit ihm.